Hinweis: Den folgenden Artikel habe ich am 04. August 2003 in der Newsgroup de.comp.os.ms-windows.anwendungssoftware unter der Message-ID <news:bgk9m4$p99n0$1@ID-21323.news.uni-berlin.de> (bei Google-Groups) gepostet. Da ich aber immer wieder nach einer kompakten Imaging-Software fuer Windows gefragt werde, veroeffentliche ich ihn hier zum zweiten Mal.
Hallo *,
kurz nach meinem letzten Posting in diesem Thread bin ich auf Drive
Snapshot <http://www.drivesnapshot.de/de/index.htm> von Tom Ehlert
aufmerksam geworden und habe in den letzten Tagen die Zeit gefunden,
mich naeher mit der Software zu beschaeftigen. Hier meine Eindruecke.
// Vorbereitungen
Probleme bei der Installation der Software gab es mangels Notwendigkeit
einer Installation keine. Zwar kann man neben der einfachen
Programmdatei (120 KB) auch ein Setup-Paket (1,4 MB) herunterladen, mit
dessen Hilfe sich dann etwa Verknuepfungen im Windows-Startmenue anlegen
und die von Drive Snapshot erstellten Image-Dateien mit der Drive
Snapshot-Executable verbinden lassen - ich brauche das aber alles
nicht. Einziger fuer mich interessanter Unterschied zwischen den beiden
Downloads ist das nur im vollstaendigen Setup mitgelieferte Tool zum
Erstellen von Boot-Disketten. Da ich ja wie erwaehnt eine Boot-CD/DVD
bevorzuge, das mitgelieferte Tool aber nur Disketten beschreiben kann,
habe ich den Autor angeschrieben. Nach wenigen Stunden erhielt ich eine
Image-Datei per E-Mail, mit der ich die bootfaehige CD selbst erstellen
konnte. Uebrigens teilte mir Tom Ehlert mit, dass Drive Snapshot in
naher Zukunft eigenstaendig bootfaehige CD/DVD-Medien erstellen
koenne. Man darf also gespannt sein.
// Sicherung
Nun zum eigentlichen Thema, dem Erstellen der Image-Datei einer
Festplattenpartition. Die Sicherung ist im laufenden Betrieb direkt aus
Windows heraus moeglich und dauerte auf meinem Testsystem (Windows 2000
Professional SP4, Intel Pentium IV 2.4 GHz, 512 MB RAM) bei einer mit 4
von 75 GB belegten Systempartition fast genau vier
Minuten. Anschliessend mussten die erstellten Image-Dateien manuell auf
DVD geschrieben werden, denn Drive Snapshot selbst bietet eine solche
Funktion leider (noch?) nicht an.
Jetzt schaltete ich also den Computer aus und tauschte die gerade gesicherte Festplatte durch eine andere, bislang nicht weiter benoetigte Festplatte.
// Wiederherstellung
Die Wiederherstellung des gesicherten Systems verlief bei mir in drei
Schritten:
- Booten des Computers mit Hilfe der Boot-CD
- Ausfuehren der auf der Boot-CD enthaltenen Wiederherstellungssoftware
- Zurueckschreiben der gesicherten Dateien
Dabei ist zu beachten, dass man bei Verwendung einer Boot-CD und einer oder mehrerer Sicherungs-CDs/DVDs auch zwei CD/DVD-Laufwerke benoetigt. Eines fuer die Boot-CD (enthaelt FreeDOS und Wiederherstellungssoftware), das andere fuer die Daten-CD/DVD mit den darauf gesicherten Image-Dateien. Wem das zu umstaendlich ist, der koennte gesicherte Images wohl auch ueber ein LAN wiederherstellen. Ich habe das aber bislang nicht testen koennen.
Die Wiederherstellung wurde aus der FreeDOS-Kommandozeile eingeleitet. Das Zurueckschreiben der Sicherung dauerte zwischen 15 und 20 Minuten.
Anschliessend die Boot-CD entfernt und den Reboot-Schalter gedrueckt - mein "neues" Windows liess sich ohne Probleme starten, saemtliche Daten waren anwesend und alle Einstellungen wie im "alten" Windows. Fast alle: Die neu eingebaute Festplatte wurde vom Windows Geraete-Manager korrekterweise als Hardware-Aenderung erkannt, so dass noch ein abschliessender Neustart faellig wurde.
// Fazit
Drive Snapshot ist eine feine Software, die den Grossteil meiner
Forderungen erfuellt. Besonders gefaellt mir neben der problemfreien
Anwendung die sehr uebersichtliche und schnelle Programmoberflaeche, bei
der fast auf jede Spielerei verzichtet wurde. Ausserdem finde ich es
sehr praktisch, dass keine Installation notwendig ist.
Drive Snapshot ist Shareware, kann 30 Tage uneingeschraenkt genutzt
werden und kostet 49 EUR. Aller Voraussicht nach werde ich mir die
Software in den naechsten Tagen kaufen.
Benjamin